Rezension: Das Lied der Krähen

März 10, 2018

1. Band
Joost hatte zwei Probleme: den Mond und seinen Schnauzer
© Knaur 


Seiten: 581
Verlag: Knaur
Erscheinungsjahr: 2017 

 

   



 Leigh Bardugo wurde in Jerusalem geboren und wuchs in Los Angeles auf. Nach Stationen im Journalismus und im Marketing kam sie schliesslich als Special-Effects-Designerin zum Film. Sie lebt und schreibt in Hollywood.
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 Ein Dieb mit der Begabung, aus jeder Falle zu entkommen. Eine Spionin, die nur "das Phantom" genannt wird. Ein Verurteilter mit einem unstillbaren Verlangen nach Rache. Eine Magierin, die ihre Kräfte nutzt, um in den Slums zu überleben. Ein Scharfschütze, der keiner Wette widerstehen kann. Ein Ausreisser aus gutem Hause mit einem Händchen für Sprengstoff.

Höchst unterschiedliche Motive treiben die sechs Aussenseiter an, die einen gefährlichen Magier aus dem besgesicherten Gefängnis der Welt befreien sollen. Kaz Brekken, Meisterdieb und Mastermind, ist nicht der Einzige, der Geheimnisse vor den anderen verbirgt - und natürlich steckt weitaus mehr hinter dem Auftrag, als die sechs "Krähen" ahnen können...
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 Kaz lehnte sich zurück. "Was ist der einfachste Weg, einem Mann die Brieftasche zu rauben?"
"Messer an die Kehle?", fragte Inej.
"Pistole im Rücken?", mutmasste Jasper.
"Gift im Becher?", schlug Nina vor.
"Ihr seid alle abscheulich", sagte Matthias.
Kaz verdrehte die Augen. "Der einfachste Weg, einem Mann die Brieftasche zu rauben, ist, ihm zu sagen, dass man seine Uhr klauen wird."
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 Eine Freundin von mir ist genau wie ich ein Fantasy-Bücher-Verschlinger und sie hat mir "Das Lied der Krähen" in die Hand gedrückt und gesagt, diese Geschichte ist fantastisch.
Der Anfang war noch ein wenig verwirrend, da man direkt in das Geschehen hineinliest und man sich zuerst noch mit den Namen, Wörter und Ortschaften anfreunden muss.
Dafür aber wird nie etwas in die Länge gezogen und ich hatte schon Angst, dass dies bei so vielen Seiten der Fall sein wird. 

Die sechs Krähen, die den unmöglichen Auftrag annehmen und ausführen, haben alle einen sehr eigenständigen Charakter. Ich muss gestehen, dass mich das geheimnisvolle Getue von Kaz Brekker zu Beginn faszinierte, mir aber gegen Ende doch zu viel wurde. Kann denn ein Mensch immer über alles schweigen? Ich hoffe, er bekommt mehr Gefühle im nächsten Band. Und damit verbunden hatte ich gegen Ende auch immer mehr Probleme mit der Beziehung zwischen Kaz und Inej. Hingegen fand ich die Geschichte zwischen Nina und Matthias ganz ok.

Die Beziehungen und Charaktere waren also nicht gerade das, was die Geschichte für mich spannend gemacht hat.
Umso aufregender waren die ganzen Vernetzungen in der Story, das grosse Abenteuer, bei dem man die Luft während des Lesens anhält und wieder mal ganz abschaltet in der wirklichen Welt.
Es waren fast 600 Seiten, doch sie kamen mir vor wie nur 300 und es wunderte mich, dass ich dieses Buch im Februar noch beenden konnte, denn eigentlich hatte ich gar nicht so viel Zeit, etwas zu lesen.

Und natürlich ist der zweite Band jetzt noch nicht erschienen und ich muss leider, leider warten. 


Tina       

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