Rezension: Die Geschichte der Bienen

Dezember 30, 2017


Wie verwachsene Vögel balancierten wir auf unseren Ästen, das Plastikgefäss in der einen Hand, der Federpinsel in der anderen.
btb)





Seiten: 508
Verlag: btb
Erscheinungsjahr: 2015 



  



Maja Lunde wurde 1975 in Oslo geboren, wo sich auch heute noch mit ihrer Familie lebt. Sie ist eine bekannte Drehbuch- sowie Kinder- und Jugendbuchautorin. Die Geschichte der Bienen ist ihr erster Roman für Erwachsene, der zunächst national und schliesslich auch international für Furore sorgte. Er stand monatelang auf der norwegischen Bestsellerliste und wurde mit dem Norwegischen Buchhändlerpreis ausgezeichnet.
btb)








 Drei Familien, getrennt durch Jahrhunderte, unauflöslich verbunden mit der Geschichte der Bienen.
btb)







   

England
im Jahr 1852.
  
Der Biologe und Samenhändler William kann seit Wochen das Bett nicht verlassen. Als Forscher sieht er sich gescheitert, sein Mentor Rahm hat sich abgewendet, und das Geschäft liegt brach. Doch dann kommt er auf eine Idee, die alles verändern könnte - die Idee für einen völlig neuartigen Bienenstock.

Ohio, USA,
im Jahr 2007.

Der Imker George arbeitet hart für seinen Traum. Der Hof soll grösser werden, sein Sohn Tom irgendwann übernehmen. Tom aber träumt vom Journalismus. Bis eines Tages das Unglaubliche passiert: Die Bienen verschwinden. 

China
im Jahr 2098.

Die Arbeiterin Tao bestäubt von Hand Bäume, denn Bienen gibt es längst nicht mehr. Mehr als alles andere wünscht sie sich ein besseres Leben für ihren Sohn Wei-Wen. Als der jedoch einen mysteriösen Unfall hat, steht plötzlich alles auf dem Spiel: das Leben ihres Kindes und die Zukunft der Menschheit.

Wie alles mit allem zusammenhängt.

Mitreissend und ergreifend erzählt Maja Lunde von Verlust und Hoffnung, vom Miteinander der Generationen und dem unsichtbaren Band zwischen der Geschichte der Menschen und der Geschichte der Bienen. Sie stellt einige der drängensten Fragen unserer Zeit: Wie gehen wir um mit der Natur und ihren Geschöpfen? Welche Zukunft hinterlassen wir unseren Kindern? Wofür sind wir bereit zu kämpfen? 
btb)



  


 Dieses Buch tauchte in der Bloggerwelt für mich gerade zu einem passenden Zeitpunkt auf, denn ich wollte eine Geschichte zum Nachdenken. Selbst habe ich zwar panische Angst vor Bienen, und trotzdem tun sie mir dann immer Leid, wenn ich vor ihnen fliehe. Denn sie sind wichtig und sie verschwinden tatsächlich. Bienen waren für mich immer eine Hass-Liebe. Wie gesagt, einerseits fürchte ich mich vor ihnen und andererseit bewundere ich, wie produktiv sie sind und was für eine Wichtigkeit sie für unsere Umwelt haben.
Deshalb freute ich mich auf diese Geschichte. Viele Rezensionen, die ich bereits gelesen habe, waren ja sehr positiv. Ich bin da eher gemischter Gefühle.
Für mich war es ein zu langgezogener Beginn. Der Bau des neuen Bienenstockes von William oder das Verschwinden der Bienen bei George, all das geschieht erst nach der Hälfte des Buches. Und die erste Hälfte fand ich auch nicht so interessant. Die Verknüpfungen der drei Personen und Zeiten und die wirkliche Gefahr des Aussterbens der Bienen kam für mich ein wenig spät.
Der Schreibstil gefiehl mir sehr gut, es ist eine leichte Sprache, aber trotzdem sehr emotional.

Im Allgemeinen war es ganz in Ordnung, ich hätte gewünscht, dass die Problematik des Aussterbens der Bienen noch mehr Platz im Buch gefunden hätte. 


Tina      

   

  

You Might Also Like

0 Kommentare

Beliebte Beiträge