Rezension: Der Steppenwolf

Dezember 28, 2017


Dieses Buch enthält die uns gebliebenen Aufzeichungen jenes Mannes, welchen wir mit einem Ausdruck, den er selbst mehrmals gebrauchte, den "Steppenwolf" nannten.
©Suhrkamp





Seiten: 277
Verlag: Suhrkamp
Erscheinungsjahr: 1. Auflage 1974  

 

 






Hermann Hesse, am 2. Juli 1877 in Calw geboren, starb am 9. August 1962 in Motagnola bei Lugano, 1946 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.
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Es war einmal einer namens Harry, gennant der Steppenwolf. Er ging auf zwei Beinen , trug Kleider und war ein Mensch, aber eigentlich war er doch eben ein Steppenwolf.
Der erstmals 1927 erschienene Roman Der Steppenwolf begründet den Weltruhm Hermann Hesses und ist dasjenige Buch, das die internationale Renaissance seines Autors in den sechziger und siebziger ausgelöst hat.
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Der Protagonist Harry Haller fühlt sich nicht immer wie ein normaler Mensch. Er nennt sich selbst Steppenwolf, weil das für ihn den best passenden Charakter hat, der dem Lesen im Verlauf des Romans nähergebracht wird. Und trotzdem ist es nicht leicht, seine wahren Gefühle zu verstehen, weil gleichzeitig verändert er sich im Verlauf der Geschichte. Er wird von einer viel jüngeren Frau, Hermine, dazu verleitet, sich zu verändern, oder doch sein wahres Ich zu finden? 






Beim Inhalt habe ich bewusst den letzten Satz mit einem Fragezeichen beendet. Denn die Geschichte wird von Person zu Person unterschiedlich aufgenommen. Es gibt viele verschiedene Meinungen, eine richtige Lösung gibt es nicht. Das haben wir in der Schule lange genug besprochen. Wir haben viele Rezensionen analysiert und niemand war ganz derselben Meinung. Der Roman wird von den einen als Bildungsroman angesehen, von anderen wieder als gerade das Gegenteil: antibildend.
Und diese verschiedenen Ansichten wurden auch bei uns in der Klasse auffällig. Die einen waren am Ende völlig verwirrt, andere dachten über das Leben und die Welt nach und wiederum andere fanden den Roman "absolut klasse, und endlich hat jemand mal die Wahrheit gesagt". 
Ich selbst, das muss ich gestehen, gehörte zu den verwirrten Menschen. Noch jetzt weiss ich nicht so ganz, was ich von der Geschichte halten soll. Ich kam nie auf einen grünen Zweig, konnte auch nicht voll drauf los schreiben, bei einer Erörterung, die wir dazu machen sollten. Es herrscht so ein komisches Gefühl in mir, wenn ich an den Roman denke, eines, was ich nicht so ganz beschreiben kann. 

Über den Steppenwolf denkt jeder unterschiedlich und ich kann jetzt hier nicht einfach sagen, ich empfehle den Roman oder nicht. Wenn ihr Lust auf eine nachdenkende, vielleicht verwirrende Geschichte habt, dürft ihr gerne danach greiffen. 


Tina     

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