Rezension: Tintentod

Januar 25, 2016

3. Band
Mondlicht fiel auf Elinors Morgenmantel, auf ihr Nachthemd, ihre nackten Füsse und den Hund, der zu ihren Füssen lag.


-Autorin-
Cornelia Funke, eine der bekanntesten deutschen Autorinnen von Kinder- und Jugendliteraturen, hat erst nach einer Ausbildung zur Diplom-Pädagogin und einem anschliessenden Grafikstudium angefangen zu schreiben. Texte zu Bilderbüchern, Bücher zum Vorlesen, für Leseanfänger und Leseratten entstanden und wurden zum grössten Teil auch von ihr selbst illustriert; einige ihrer Romane sind Familienbücher im besten Sinne. Zu grossen internationalen Erfolgen wurden Herr der Diebe, Drachenreiter sowie Tintenherz und Tintenblut, die ersten beiden Bände der Tintenwelt-Triologie, die mit dem Band Tintentod abgeschlossen wird.
 
-Klappentext-
,,Meggie", sagte Fenoglio leise, ,,wir beide wissen, dass dein Vater nicht wegen meiner Lieder der Eichelhäher ist. Dein Vater ist wie der Schwarze Prinz - er fühlt mit den Schwachen. Das habe nicht ich ihm ins Herz geschrieben, das war schon immer dort. Vielleicht hast du recht. Vielleicht verändert diese Geschichte ihn, aber er verändert auch die Geschichte." 
 
-Meine Meinung-
Ich konnte es kaum erwarten, durch die Seiten dieses Buches zu blättern und wieder in die Tintenwelt hinein zu tauchen. Cornelia Funkes Umgang mit den Wörtern, die alles so magisch erscheinen lassen, ist einfach unglaublich. Jedes kleine Detail wird beschrieben, so dass man das Gefühl bekommt, man ist wie ein kleiner Vogel in der Geschichte, der alles ganz genau beobachtet. Altbekannte Gesichter tauchen immer wieder auf und neue Gesichter kommen dazu. Es würde zu lange gehen, alle Charakteren zu erklären, aber Orpheus hasste ich und Resa liebte ich. 
Im dritten Teil finde ich, geht es hauptsächlich um Mo, der von den Leuten aus Ombra als Eichelhäher bezeichnet wird. Es werden Lieder über ihn geschrieben und Mo hat Mühe, sich nicht in der Rolle des Helden zu verlieren. Auch Fenoglio hat Probleme. Die Worte wollen ihm nicht mehr gehorchen, Orpheus erfindet Wesen, aber hauptsächlich schreibt sich die Geschichte selbst. Meggie macht sich Sorgen und hat gleichzeitig Jungsprobleme dazu bekommen. Roxane trauert Staubfinger hinterher und Violante möchte den Natternkopf tot sehen. Alle Charakteren haben ihre eigene "kleine Geschichte" im Buch und man weiss von jedem seinen Platz in der Tintenwelt. 
Vielleicht wurde es deshalb so lang und es war manchmal schwer, noch all die Geschehnisse im Überblick zu haben, wenn man nicht viel Zeit am Stück zum Lesen hatte. Ich fand, der letzte Teil hätte man auch kürzen können. Doch im Grossen und Ganzen fand ich es wieder ein gelungenes Buch, obwohl es meiner Meinung nach der schlechteste Band von den dreien war. Was ich auch schade fand, war, dass das Ende vorhersehbar war. Ich mag es, wenn am Schluss noch eine Überraschung kommt, egal ob schlecht oder gut. 
 
     
  

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