12/30/2015

Rezension: Wie Blut so rot

2. Band
Scarlet steuerte gerade die Gasse hinter dem Gasthaus Rieux an, als ihr Portscreen auf dem Beifahrersitz summte und eine Computerstimme meldete: >>Tele für Mademoiselle Scarlet Benoit von der Dienststelle für Vermisste Personen.<<


-Autorin-
Marissa Meyer liebt Fantasy, Grimms Märchen und Jane Austen. Sie hat Kreatives Schreiben mit dem Schwerpunkt Kinderliteratur studiert und lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Katzen in Tacoma, Washington. Die vier Bände der "Luna-Chroniken" sind ihr Debüt als Schriftstellerin.

-Klappentext-
Zwei ganze Wochen ist Scarlets Grossmutter nun schon verschwunden. Entführt? Tot? Die Leute im Dorf sagen, sie sei sicher abgehauen. Sie sei ja sowieso verrückt. Aber für Scarlet ist Grand-mère alles - von ihr hat sie gelernt, wie man ein Raumschiff fliegt, Bio-Tomaten anbaut und seinen Willen durchsetzt. Dann trifft Scarlet einen mysteriösen Strassenkämpfer - Wolf. Er fasziniert sie, doch kann sie ihm trauen? Immerhin: Die reisserischen Berichte über Cinder und das Attentat auf Prinz Kai hält Wolf ebenso wie sie für Quatsch. Aber irgend ein Geheimnis verbirgt der Fremde...

-Inhalt-
Sie lag in Wolfs Armen wie in einem Schraubstock. Der einzige Beweis, dass er aus Fleisch und Blut, nicht aus Stein gemacht war, war sein warmer Atem an ihrem Ohr. Als sie endlich aufgehört hatte zu zittern, löste Scarlet sich aus seiner Umklammerung. Widerwillig liess er sie los, traute sich aber nicht, sie anzusehen. Aus seinem Entsetzen war Verlangen geworden. Und Unsicherheit und Angst, grosse Angst, die sie aber nicht darauf zurückführte, dass sie um Haaresbreite vom Zug geschleudert worden wäre. Ihre Lippen brannten; sie hob den Kopf und sah ihn an. Aber er wich zurück und ein kalter Wind fegte zwischen ihnen hindurch. ,,Wir müssen runter, bevor der nächste Tunnel kommt", sagte er mit rauer Stimme. Scarlet setzte sich auf und wurde rot. Sie überkam der fast unwiederstehliche Drang, auf ihn zuzurobben - nicht um vom Dach des Zuges zu gelangen, sondern um ihn wieder in den Arm zu nehmen. Um noch einen Augenblick geborgen, warm und zufrieden zu sein.

-Meine Meinung-
Eine tolle und modern abgeänderte Märchengeschichte, die perfekt zur Weihnachtszeit passt, obwohl es keine Weihnachtsgeschichte ist. Winter, Märchen und Adventszeit passt für mich zusammen, wie Tee und eine kuschelige Decke. Ich habe mich auf die Fortsetzung der Luna-Chroniken gefreut und ich muss sagen, es gefiel mir noch besser als der erste Teil.
Die Charaktere hatten zum Teil nicht sehr typische Eigenschaften, aber das macht es eben wieder interessant. Man wusste nie, wie man Wolf einschätzen soll und wurde manchmal sehr überrascht. Ich schwankte ständig zwischen "Ich mag ihn" und "Ich mag ihn nicht". Den mutigen und sturren Charakter von Grand-mère gefiel mir am Besten und obwohl sie nicht viel vorkam, schloss ich sie ins Herz. Ich weiss zwar nicht genau, was es mit Thorne auf sich hat und ob da noch etwas kommt, aber er hat auf jeden Fall die Stimmung aufgelockert und ich musste ab und zu mal schmunzeln wegen ihm.
Es war super, dass Cinder das ganze Buch durch da war und diese Geschichte aufgefrischt und weitergeführt wurde. Auch von Kai und Luna bekam man noch etwas mit und es wurde alles zusammengesetzt. Natürlich gab es auch einen traurigen Teil in der Geschichte, doch den kann ich nicht verraten, sonst wäre die halbe Spannung schon weg. Fazit: Das Buch liest sich flüssig und verliert die Spannung keinesfalls. Und ich freue mich schon auf den nächsten Band.

 
         

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