11/06/2015

Rezension: Love Letters to the Dead

Lieber Kurt Cobain, wir haben gerade Englisch und sollen einen Brief an eine berühmte Persönlichkeit schreiben, die schon verstorben ist.


-Autorin-
Ava Dellaira ist Absolventin des Iowa Writers' Workshop, an dem sie als Truman Capote Stipendiatin teilnahm. Sie wuchs in Albequerque, New Mexiko auf. Ihren Bachelor machte sie an der Universität von Chicago. Sie glaubte, dass Love Letters to the Dead seinen Anfang nahm, als sie das zweite mal in ihrem Leben ein Album kaufte - Nirvana In Utero -, es sich in Schleife anhörte und dabei ihr Tagebuch vollschrieb. Heute lebt Ava Dellaira in Santa Monica, ist in der Flimbranche tätig und arbeitet an ihrem zweiten Roman.

-Klappentext-
Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freundinnen und Sky, ihrer grossen Liebe. Doch erst, als sie die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben...

-Inhalt-
Für Laurel ist der Beginn der Highschool ein Neuanfang. Keiner kennt sie an der neuen Schule, und keiner weiss von ihrer Schwester May, die erst vor ein paar Monaten gestorben ist. Ganz allmählich findet sie neue Freundinnen in Natalie und Hannah und sie verliebt sich in den geheimnisvollen Sky, der ihr immer wieder Blicke zuwirft. Doch es sind die Toten, denen sie ihr neues Leben in allen Höhen und Tiefen anvertraut. Denn als sie für den Englischunterricht einen Brief an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben soll, wird daraus eine lange Briefkette an Kurt Cobain, Heath Ledger, Amy Winehouse, Janis Joplin und viele mehr. Und nur ihnen kann Laurel die Wahrheit anvertrauen darüber, was wirklich mit ihr und May geschah...

-Meine Meinung-
Ich hatte zuerst kleine Zweifel, ob Briefe wirklich eine Geschichte erzählen können. Doch man hatte sich schnell daran gewöhnt und mit der Zeit fiel es einem gar nicht mehr gross auf. Die Wortwahl von Ava Dellaira fand ich besonders schön in diesem Buch und ist auch das, was mir am Besten daran gefallen hat. Ihre Beschreibungen lassen sofort Bilder im Kopf erscheinen, bei denen man jedes Detail zu wissen glaubt. Auch fand ich es irgendwie faszinierend, dass sie so viele Informationen von verstorbenen Berühmtheiten mit hinein gebaut hat. Ich kenne nun das Leben von Judy Garland, obwohl ich vorher noch nicht mal wusste, wer sie war.
Was mir auch noch gut in der Geschichte gefiel, waren die Charakteren. Sie waren anders, als sie oft in Büchern sind. Niemand wurde perfekt dargestell, jeder hatte seine Macken. Ava Dellaira hat in der Geschichte einen Freundeskreis zusammengestellt mit ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten, was ich sehr interessant fand.
Nun zum eher kritischen Teil: Es geschah nicht sehr viel inhaltlich gesehen und es wurde keine Spannung aufgebaut. Ich habe darauf gehofft, dass etwas kommt, wo ich unbedingt wissen will und weiterlesen möchte. Doch irgendwie kam ich einfach nicht voran, da es mich nicht packen wollte. Es nahm mich auch nicht sonderlich wunder, was jetzt zwischen May und Laurel war. Das Ergebnis war zwar schockierend, aber ich brannte nicht darauf, es zu erfahren. Das war ein wenig schade, denn ich finde, Ava Dellaira hat einen wunderschönen Schreibstil, mit dem sie Menschen bestimmt fesseln könnte.

        

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